Tonius TIMMERMANN

(München, D)

Musiktherapeut

Auf Deutsch:

Klangreise zur Gesundheit

click > Schamane

Das Monochord(<click) 

Musiktherapie könnte zum einen weiterhin im Bereich der Krankenbehandlung (in akuter Prävention und Nachsorge Institutionen usw.), zum anderen bei der allgemeine Gesundheitspflege (in Volkshochschule, Kreativitätszentrum,usw.) eingesetzt werden.

Im Grenzland zwischen Kunst, Erziehung, Selbsterfahrung und Therapie braucht der Mensch heute einen leistungsfreie Raum (zum Beispiel: Das Freies Musikzentrum, München).

Im grossen und ganzen erreicht Musik, gleich welchen Stils, ihren Hörer, weil sich in ihr akustisch etwas symbolisiert, was den Menschen anspricht: Glück, Schmerz, Verliebtsein, Aggression, Protest, innere Zerrissenheit oder Schönheit.

Es steht ausser Zweifel, dass sowohl der spontane wie auch der bewusst gestaltete musikalische Ausdruck seelischen Erlebens am sinnvollsten über das eigene forschende Experimentieren mit dem musikalischen Material erfolgt. Neben der hörende Auseinandersetzung mit Musik ist die beste Schulung dieser Art von Intuition die freie Improvisation.

Auf unseren Klangreise knüpfen wir eigentlich an die alte schamanistische Tradition an, mittels akustischer Stimulation in die inneren Welten zu reisen, sich also in einen nichtalltäglichen Wachbewusstseinszustand zu begeben.

click > SCHAMANE

Dazu fokussieren wir die Aufmerksamkeit auf zwei Ebenen:

1. auf die Erfahrung der momentanen Befindlichkeit im Körper und in der Atembewegung sowie

2. auf das Hören von Klängen, Rhythmen oder Musik.

Die Hörer werden auf das Klangerleben vorbereitet, indem zunächst sprachlich übermittelte Wahrnehmungsübungen angeboten werden, die Entspannung, Klarheit, Ruhe und Aufnahmebereitschaft fördern helfen oder deutlich machen, wo und wie diese behindert werden. Die Pforten der Wahrnehmung werden gereinigt. Die gesammelte Aufmerksamkeit führt hin zum Wesentlichen, zum Bei-sich-sein, und dem wird in einer Ruhephase nachgespürt. Es braucht Zeit zu sein, zum Beispiel am Boden auf einer Decke liegend, umgeben von Stille, die insofern auch zur Vorbereitung der Klänge gehört, als diese sich dadurch deutlicher abheben.

Die Klangreise ist eine Expedition nach innen, bei der unbekannte Landschaften entdeckt und erkundet werden können. Ausserdem kann man danach forschen, wie der Hören spezifische elementare musikalische Strukturen als bestimmte seelische Grundthemen, dass heisst archetypisch Themen erlebt. Dabei werden sowohl leidvolle und verletzende frühe Erfahrungen reaktiviert als auch das ganze Potential an Glücksfähigkeit und Kreativität.

Instrumente können wie akustische Archetypen eingesetzt werden. Jedes Musikinstrument ist charakterisiert durch eine bestimmte Klangfarbe, die sich aus der jeweiligen spezifischen Spektrum von Obertönen ergibt und die wir als akustische Archetypen betrachten.

1. Primärer Archetyp im Sinne einer musikalische Struktur ist der Einzelton, welcher sich repetitiv-monotonal spielen lässt.

click>DAS MONOCHORD

2. Auf der nächsten Stufe kämen die Intervalle als Zweiton-Archetypen, und aus diesen wiederum formen sich Skalen, die sich meist auf fünf bis sieben Töne innerhalb einer Oktave beziehen.

3. Danach könnte man noch Melodie- und Akkord- Archetypen herauskristallisiern und untersuchen.

4. Ebenso lassen sich natürlich diverse Rhythmus- Archetypen unterscheiden und erforschen.

Auf der Ebene des Einzeltones können bewusstseinsverändernde Effekten auftreten mit Klangschalen, grosse Gongs, Monochorde, Maultrommeln, Musikbogen, Trommeln oder Rasseln.

Die Rassel, bei uns häufig erstens Spielzeug und Faszinosum im Baby-Bettchen, ist auch menschheitsgeschichtlich früh anzusiedeln. Bei Indianerstämmen Südamerikas ist sie der wichtigsten sakrale Gegenstand. Sie kann aus verschiedensten Materialien sein und wird wie die Trommel zur rhythmischen Stimulation benutzt.

back to TOP

© Tonius TIMMERMANN

 

click>PRAXIS


Weitere Informationen in :

Tonius TIMMERMANN, Die Musik des Menschen. Gesundheit und Entfaltung durch eine menschennahe Kultur. (Wege zur Ganzheit, H.Milz & M Varga von Kidéd, eds.). München, Piper, 1994, 271 pp. (Vergriffen)

 

Tonius Timmermann's PUBLIKATIONEN (Selektion)

TIMMERMANN, T., Musik als Weg. Das Erfahren des Seins mit dem Klang. Zürich, Pan-verlag 1987.

TIMMERMANN, T., Musikalische Gesetze in Kosmos und Psyche. In: Muziekkrant, Oktober 1983. Leuven (Belgien)

TIMMERMANN, T., & STROBEL, W., Etnotherapeutische Elemente in der psychotherapeutischen Praxis. Klanggeleitete Trance als Weg zum Umbewussten. In: ANDRITZKY, W. (Hrsg): Jahrbuch für transkulturelle Medizin und Psychotherapie . VWM-Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin, 1991, 113-148.

TIMMERMANN, T., Geistige Hintergründe und spirituelle Dimensionen musikalischen Erlebens. In: Musiktherapeutische Umschau, Bd.14, Heft 1/1993

TIMMERMANN, T., Gemeinsame Wurzeln des Musikgebrauchs in Religion, Kunst und Heilung. In: FREIES MUSIKZENTRUM MÜNCHEN (Hrsg.und Verlag): Beiträge zur Musiktherapie, Band 1. München, 1995.

TIMMERMANN, T., Rezeptive und aktive Musiktherapie in der Praxis. In: KRAUS, W. (Hrsg): Die Heilkraft der Musik. München, C.H. Beck , 1998.

TIMMERMANN, T., Musik und Heilung - in den alten Kulturen und in der modernen Musiktherapie. In: Musiktherapeutische Umschau, Bd.20, Heft 2, 1999.

TIMMERMANN, T., & Gabriele ENGERT-TIMMERMANN in : DITTRICH, HOFMANN & LEUNER: Welten des Bewusstseins. Bd.IV: Bedeutung für die Psychotherapie. VWB Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin 1994.

TIMMERMANN, T., Atem- und Musiktherapie im Zusammenwirken. In: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie (Zeitschrift), Hogrefe, Göttingen 1997, 8, 63-68.

MUSIK:

TIMMERMANN, T., & DOSCH, J., ENGERT-TIMMERMANN, Gabriele, KAPPELHOFF, G.:

-Unterwegs. Musik mit Monochorden. CD, MSM Records 1992

-Absaits CD 1998.

back to TOP

Kontakt:

Tonius TIMMERMANN : FAX: ++49 / 8809 427

oder click Email>Tonius Timmermann


TO MUSICAND-index

TO SOUND JOURNEY TO HEALTH

E-mail: MusicAnd(< click)

This page belongs to: http://www.multimania.com/musicand