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HELMUT SEGLER

(Braunschweig, Germany)

1914-1992

Pioneer: Music, Society & School, Creativity & Education, European Childern's Dances

SEGLER-EGG

GERMAN VERSION ONLY

SEGLER-EI

 

So führte die "Funktional-kritische Didaktik" zu einem "Offenen System von Musikunterricht"', das von den Studierenden als "Segler-Ei" bezeichnet wurde, obwohl ich immer betont habe, dass die Darstellung in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Wolfgang Roscher, damals PH Hildesheim, entstanden ist:

 

Kommentar zum Grundpapier - Offenes System
Zentrale Kommission niedersächsischer Gesamtschulversuche - Musik - Beschluß vom
175. 1972 - korrigiert 22.5.1974
 
Kommentar zum "Offenen System", verfaßt zusammen mit Heinrich Paul Luttmann, Musiklehrer an der IGS Braunschweig-West, 1973.


 
Dieses offene System ist eine dreidimensionale Zusammenstellung von Lernbereichen unseres Faches in ihren gegenseitigen Bezügen. Die Zusammenstellung gilt für Lernobjekte und Lernprozesse und soll darauf hinweisen, daß jeder Teilbereich unter mehreren Funktionen im Unterricht auftreten kann.
 
Planung und Realisation von Musikunterricht wird prinzipiell den didaktischen Bezug von Denken und Handeln berücksichtigen. In diesem Bezugsfeld gliedern sich auf der Seite der Reflexion (Musik zuordnen), die Konsumtion (Musik auswählen) und die Rezeption (Musik erkennen und wahrnehmen), auf der Seite der Interaktion (Musik anwenden) die Produktion (Musik erfinden) und die Reproduktion (Musik wiedergeben) ein. Bei jedem dieser wiederum aufeinander bezogenen Lembereiche handelt es sich in der ersten Dimension um individuelle und gesellschaftliche Wirkungen der Musik.
 
Entsprechend gibt es verschiedene Fachgebiete, die über die Musik selbst und ihre gesellschaftlichen Bezüge etwas aussagen. Wird die Reflexion über die Wirkungen als Ausgangspunkt gewählt, kann der Unterricht an den Fachgebieten 1.1 bis 3.3 aus der zweiten Dimension des Systems ansetzen, wird die Interaktion als Ausgangspunkt gewählt, kann an den Fachgebieten 4.1 und 6.3 angesetzt werden. Dabei ist zu bedenken, daß einzelne Aspekte an ihrem Ort austauschbar sind; Notation kann z.B. dem Lembereich 3 (Rezeption) zugeordnet werden. Die fachlichen Aspekte sind also nicht starr in ihrer Zuordnung zu sehen.


 
Die dritte Dimension rotiert; der innere Kreis weist darauf hin, daß die Lembereiche der ersten Dimension einschließlich der einzelnen Fachgebiete und -aspekte methodisch unterschiedlich angegangen werden können. Eine musikpsychologische Information kann provozierend eingesetzt, informierend auf Fragen gegeben, reagierend auf bestimmte vorausgegangene Schritte entdeckt' werden oder als systematisierende Zusammenfassung gesammelter Erfahrungen oder Materialien erfolgen.
 
Der Bezug zu Unterricht und Unterrichtsplanung ist folgender: Es ist zu beachten, daß der Unterricht nicht in der theoretischen oder in der praktischen Dimension allein allzulange verharrt. Alle Lembereiche sollten gleichgewichtig vertreten sein. Das System zwingt mithin auch dazu, Wirkungen und Funktionen von Unterrichtsobjekten einzubeziehen, die im traditionellen Unterricht oft unbeachtet geblieben sind. Die Bezifferung hat sich als vorteilhaft für Unterrichtsvorbereitung, -beobachtung und -nachbereitung erwiesen!

 

 

 

 

Helmut Segler Paper 1972-1973

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